Auditoren
Unabhängige Auditoren.
Ohne Provision – für niemanden.
Wir helfen Ihnen, auditbereit zu werden. Geprüft werden Sie von jemand anderem: einem akkreditierten Auditor aus unserem Partnernetz oder einer Stelle Ihrer Wahl. Kein Geld fließt für die Vermittlung, in keine Richtung.
Regeln des Partnernetzes
Sechs Regeln, die Ihr Zertifikat schützen.
Ein Zertifikat ist nur so viel wert wie die Unabhängigkeit dessen, der es ausstellt. Deshalb sind die Regeln einfach und ohne Ausnahme.
Akkreditiert
Im Partnernetz sind nur Auditoren und Zertifizierungsstellen, die für das jeweilige Framework akkreditiert sind – in Deutschland durch die DAkkS.
Unabhängig von uns
Die Partner sind weder an Sightadel beteiligt noch von uns beauftragt. Sie prüfen Ihr System, nicht unsere Software.
Keine Provision
Für ein Audit fließt kein Geld – weder von uns an den Auditor noch vom Auditor an uns. Auch nicht auf Nachfrage.
Freie Wahl
Sie wählen in der App aus dem Partnernetzwerk oder laden Ihre eigene Stelle in Ihr Konto ein. Beides funktioniert gleich gut.
Direkter Vertrag
Sie beauftragen den Auditor direkt und bezahlen ihn direkt. Sightadel ist an diesem Vertrag nicht beteiligt.
Trennung von Beratung
Wer Sie berät, auditiert Sie nicht. Diese Trennung verlangt ISO/IEC 17021 – und sie schützt den Wert Ihres Zertifikats.
Warum Unabhängigkeit zählt
Ein Zertifikat ist ein Versprechen an Dritte.
Ihre Kunden, Ihre Aufsicht und Ihre Versicherer verlassen sich darauf, dass jemand ohne eigenes Interesse geprüft hat. Genau das regelt ISO/IEC 17021.
ISO/IEC 17021 legt fest, wie Zertifizierungsstellen für Managementsysteme arbeiten müssen. Ein zentraler Punkt ist die Unparteilichkeit: Eine Stelle darf die Organisation, die sie zertifiziert, nicht beraten. Sie muss Interessenkonflikte erkennen, bewerten und vermeiden – auch solche, die über verbundene Unternehmen oder einzelne Personen entstehen.
Die Logik ist einfach. Wer ein System mit aufgebaut hat, prüft am Ende seine eigene Arbeit. Wer an einer Vermittlung verdient, hat ein Interesse am Ergebnis. Beides schwächt das Zertifikat – im schlimmsten Fall erkennt ein Kunde es nicht an.
Deshalb trennen wir strikt: Sightadel und unsere Berater helfen beim Aufbau. Das Audit macht eine akkreditierte Stelle, mit der wir weder vertraglich noch finanziell verbunden sind. Für die Vermittlung fließt kein Geld.
Die richtige Stelle finden
Woran Sie eine gute Zertifizierungsstelle erkennen.
Ob aus dem Partnernetzwerk in der App oder auf eigene Faust: Diese Punkte sollten Sie vor der Beauftragung klären.
Akkreditierung
Akkreditiert für genau die Norm, die Sie brauchen. In Deutschland durch die DAkkS, international durch eine Stelle, die Mitglied des IAF ist. Ein Zertifikat ohne Akkreditierung wird von vielen Kunden nicht anerkannt.
Geltungsbereich
Die Akkreditierung gilt für bestimmte Normen und Branchen. Fragen Sie nach, ob Ihr Wirtschaftszweig abgedeckt ist – das steht im Akkreditierungsumfang.
Branchenerfahrung
Ein Auditor, der Ihre Branche kennt, stellt die richtigen Fragen und versteht Ihre Antworten schneller. Fragen Sie nach Referenzen aus vergleichbaren Unternehmen.
Angebote vergleichen
Holen Sie zwei bis drei Angebote ein. Vergleichen Sie Audittage für Stufe 1, Stufe 2, Überwachung und Rezertifizierung, dazu Reisekosten und Gebühren für das Zertifikat.
Verfügbarkeit
Gute Auditoren sind oft Monate im Voraus ausgebucht. Fragen Sie früh nach Terminen, besonders wenn ein Kunde oder eine Ausschreibung eine Frist setzt.
Sprache und Ablauf
Klären Sie, in welcher Sprache auditiert wird, welche Teile remote möglich sind und wie die Stelle Abweichungen und Fristen handhabt.
Ablauf
Vom letzten Prüfpunkt bis zum Zertifikat.
Am Beispiel einer ISO-Zertifizierung. Bei Testaten und Prüfberichten wie BSI C5 oder SOC 2 prüft eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft nach demselben Prinzip.
- 1
Auditreife prüfen
Alle Kontrollen beantwortet, Nachweise verknüpft, internes Audit und Managementbewertung erledigt. Sightadel zeigt, was noch offen ist.
- 2
Auditor wählen
Aus dem Partnernetz oder Ihre eigene Stelle. Holen Sie ruhig mehrere Angebote ein – der Aufwand richtet sich vor allem nach Mitarbeiterzahl und Standorten.
- 3
Zugang einrichten
Der Auditor bekommt die Rolle „Auditor“: Er sieht alles, was er prüfen muss, kommentiert und legt nach Ihrer Freigabe Einträge an oder bearbeitet sie. Löschen kann er nichts.
- 4
Stufe 1: Dokumentation
Der Auditor prüft Geltungsbereich, Risikobeurteilung, Erklärung zur Anwendbarkeit und Richtlinien – direkt im System, ohne Ordner per E-Mail.
- 5
Stufe 2: Umsetzung
Vor Ort oder remote prüft der Auditor, ob das System im Alltag gelebt wird. Abweichungen werden in Sightadel zu Aktionsplänen mit Frist.
- 6
Zertifikat und Überwachung
Nach bestandenem Audit folgen jährliche Überwachungsaudits. Nachweise mit Ablaufdatum sorgen dafür, dass das System nicht wieder einschläft.
Der Zertifizierungszyklus
Drei Jahre, vier Audits.
Ein ISO-Zertifikat ist kein einmaliges Ereignis. Es gilt drei Jahre und wird jedes Jahr überprüft. So sieht der Zyklus aus.
Stufe 1
Der Auditor prüft, ob Ihr System grundsätzlich bereit ist: Geltungsbereich, Politik, Risikobeurteilung, Erklärung zur Anwendbarkeit, internes Audit, Managementbewertung. Er hält fest, was bis Stufe 2 noch zu tun ist.
Stufe 2
Jetzt geht es um den Alltag. Der Auditor spricht mit Mitarbeitenden, sieht sich Abläufe an und prüft Stichproben von Nachweisen. Am Ende stehen Feststellungen und eine Empfehlung zur Zertifizierung.
Überwachung
Einmal im Jahr prüft der Auditor einen Teil des Systems und alle Abweichungen aus dem letzten Audit. Das Zertifikat bleibt gültig, solange diese Audits bestanden werden.
Rezertifizierung
Vor Ablauf des Zertifikats wird das ganze System erneut geprüft, ähnlich wie in Stufe 2. Danach beginnt ein neuer Dreijahreszyklus.
Abweichungen
Feststellungen sauber schließen.
Kaum ein Erstaudit endet ohne Feststellung. Entscheidend ist, wie Sie damit umgehen: Ursache finden, Maßnahme umsetzen, Wirksamkeit belegen.
Hauptabweichung
Eine Anforderung ist nicht oder systematisch nicht erfüllt, etwa wenn es kein internes Audit gibt. Sie muss behoben sein, bevor das Zertifikat erteilt oder bestätigt wird. Die Stelle setzt dafür eine Frist und prüft die Umsetzung, oft anhand von Nachweisen, manchmal mit einem Nachaudit.
Nebenabweichung
Ein Einzelfall oder eine Lücke, die das System nicht infrage stellt, etwa ein abgelaufener Schulungsnachweis. Sie legen einen Maßnahmenplan vor. Der Auditor prüft beim nächsten Audit, ob er umgesetzt und wirksam ist.
So hilft Sightadel
- Jede Feststellung wird zu einem Aktionsplan mit Verantwortlichem und Frist
- Ursachenanalyse und Korrekturmaßnahme stehen am betroffenen Prüfpunkt
- Der Nachweis der Behebung wird verknüpft und ist für den Auditor sofort sichtbar
- Beim nächsten Audit ist nachvollziehbar, was wann erledigt wurde
- Bei kniffligen Feststellungen hilft ein Berater, die eigentliche Ursache zu finden
Für den Auditor
Alles an einem Ort. Nichts zu löschen.
Auditoren arbeiten in Sightadel mit einer eigenen Rolle. Das spart beiden Seiten Tage an Nachfragen und Ordnern per E-Mail.
Der Auditor kommentiert und legt nach Ihrer Freigabe Einträge an, etwa Feststellungen, Notizen oder Nachweisanforderungen. Löschen kann er nichts, und es bleibt nachvollziehbar, welcher Stand geprüft wurde. Ob Sie einen Auditor aus dem Partnernetzwerk der App wählen oder Ihre bisherige Stelle einladen, macht technisch keinen Unterschied. Beide bekommen dieselbe Rolle, und Sie entziehen den Zugang mit einem Klick, wenn das Audit vorbei ist.
Das Partnernetzwerk ist ein Angebot, keine Pflicht. Es erspart Ihnen die Suche, denn dort finden Sie Auditoren, die Sightadel bereits kennen. Wer schon eine Stelle hat, mit der er zufrieden ist, bleibt einfach dabei.
Der Auditor sieht
- Kontrollen mit Antworten und Kommentaren
- Verknüpfte Nachweise mit Version und Gültigkeit
- Richtlinien und Erklärung zur Anwendbarkeit
- Aktionspläne und deren Stand
- Das Aktivitätsprotokoll
Der Auditor kann nicht
- Inhalte oder Nachweise löschen
- Ohne Ihre Freigabe anlegen oder bearbeiten
- Nutzer oder Einstellungen verwalten
Sie sind Auditor und möchten Ihre Mandate über Sightadel betreuen? Zum Partnernetzwerk
Fragen und Antworten
Fragen zu Audit und Unabhängigkeit
Mehr im FAQ oder direkt über unser Kontaktformular.
Warum zertifiziert Sightadel nicht selbst?
Weil Beratung und Zertifizierung getrennt sein müssen. Nach ISO/IEC 17021 darf eine Zertifizierungsstelle die Organisation, die sie zertifiziert, nicht beraten. Wir helfen Ihnen beim Aufbau – geprüft wird von jemand anderem.
Verdient Sightadel an der Vermittlung eines Auditors?
Nein. Für Audits fließt keine Provision, weder an uns noch an die Partner. Das ist keine Ausnahme, sondern Grundsatz des Partnernetzes.
Kann ich meinen bisherigen Auditor behalten?
Ja. Jede akkreditierte Stelle kann mit Sightadel arbeiten. Sie laden den Auditor ein, er bekommt die Rolle „Auditor“.
Was sieht der Auditor in Sightadel?
Was er für die Prüfung braucht: Kontrollen mit Antworten, verknüpfte Nachweise, Richtlinien, Aktionspläne und das Aktivitätsprotokoll. Ändern kann er nichts.
Was kostet das Audit?
Das legt die Zertifizierungsstelle fest und rechnet direkt mit Ihnen ab. Maßgeblich sind vor allem Mitarbeiterzahl, Standorte und Geltungsbereich. Sightadel ist daran nicht beteiligt.
Ich bin Auditor. Wie komme ich ins Partnernetz?
Melden Sie sich direkt im Partnernetzwerk an – kostenlos und unverbindlich. Kunden, die mit Sightadel arbeiten, finden Sie dann direkt in der App.
Woran erkenne ich, ob eine Zertifizierungsstelle akkreditiert ist?
In Deutschland führt die DAkkS ein öffentliches Verzeichnis der akkreditierten Stellen. Prüfen Sie dort, ob die Akkreditierung für die konkrete Norm gilt. Bei ausländischen Stellen achten Sie auf eine Akkreditierung durch ein Mitglied des IAF.
Was ist der Unterschied zwischen einer Haupt- und einer Nebenabweichung?
Eine Hauptabweichung bedeutet, dass eine Anforderung gar nicht oder systematisch nicht erfüllt ist. Sie muss behoben und meist nachgewiesen sein, bevor das Zertifikat erteilt oder bestätigt wird. Eine Nebenabweichung ist ein Einzelfall oder eine Lücke, die das System nicht grundsätzlich infrage stellt. Dafür reicht in der Regel ein Maßnahmenplan, den der Auditor beim nächsten Audit prüft.
Wie lange gilt ein ISO-Zertifikat?
Drei Jahre. In den beiden Jahren dazwischen finden Überwachungsaudits statt, danach ein Rezertifizierungsaudit für den nächsten Zyklus.
Darf ich die Zertifizierungsstelle wechseln?
Ja, auch während eines laufenden Zyklus. Die neue Stelle übernimmt das Zertifikat nach eigenen Regeln. In Sightadel laden Sie einfach den neuen Auditor ein und entfernen den Zugang des bisherigen.
Muss das Audit vor Ort stattfinden?
Das entscheidet die Zertifizierungsstelle nach den Regeln ihrer Akkreditierung. Teile lassen sich oft remote prüfen. Die Unterlagen liegen in Sightadel ohnehin an einem Ort, egal wo der Auditor sitzt.
Auditbereit werden. Mit Sightadel.
14 Tage, voller Zugriff, keine Zahlungsdaten. Was Sie anlegen, bleibt im bezahlten Plan erhalten.