Sightadel

Plattform · Eigene Frameworks

Nicht jede Anforderung steht in einer Norm.

Ihr Konzern hat eine IT-Richtlinie, ein Großkunde schreibt Sicherheitsanforderungen in den Vertrag, Ihre Branche hat einen eigenen Standard. Für solche Vorgaben legen Sie in Sightadel ein eigenes Framework an. Es funktioniert wie jedes andere: mit Fragen, Nachweisen, Zuständigkeiten und Fortschritt.

Alles in einem System

Interne und vertragliche Vorgaben liegen neben ISO 27001 und NIS2, statt in einer eigenen Tabelle.

Vorhandenes wiederverwenden

Viele Kundenanforderungen decken sich mit Kontrollen, die Sie schon erfüllen. Sie verknüpfen die vorhandenen Nachweise.

Gleiche Arbeitsweise

Fragen, Nachweise, Zuständigkeit und Fortschritt funktionieren wie bei jedem Standard-Framework.

Belegbar gegenüber Kunden

Fragt ein Kunde nach, zeigen Sie für jede seiner Anforderungen den Stand und den Beleg.

So funktioniert es

In 4 Schritten eingerichtet.

  1. 1

    Framework anlegen

    Sie geben dem Framework einen Namen, zum Beispiel „Kundenanforderungen Automotive“.

  2. 2

    Anforderungen erfassen

    Sie übertragen die Anforderungen aus Richtlinie, Vertrag oder Standard in einzelne Prüfpunkte.

  3. 3

    Mit Vorhandenem verknüpfen

    Wo eine Anforderung schon durch eine Kontrolle oder einen Nachweis erfüllt ist, verknüpfen Sie ihn, statt neu zu dokumentieren.

  4. 4

    Bearbeiten wie gewohnt

    Offene Punkte beantworten Sie im Assessment, Lücken werden zu Maßnahmenplänen.

Vorher – nachher

Was sich mit eigenen Frameworks ändert.

Nicht die Arbeit verschwindet, sondern das Suchen, Nachfragen und Hinterherlaufen.

Ohne Sightadel

  • Kundenanforderungen werden in eigenen Tabellen neben dem Managementsystem geführt.
  • Dieselben Belege werden für jeden Kunden erneut gesucht und verschickt.
  • Konzernvorgaben liegen als PDF vor, der Umsetzungsstand nur im Kopf einzelner Personen.
  • Wer für welche Anforderung zuständig ist, ist nicht festgelegt.
  • Fragt ein Kunde nach, beginnt die Suche von vorn.

Mit Sightadel

  • Eigene Anforderungen liegen als Framework neben ISO 27001, NIS2 und den übrigen Standards.
  • Jede Anforderung ist ein Prüfpunkt mit Antwort, Nachweis und Kommentar.
  • Vorhandene Nachweise werden verknüpft statt neu erstellt.
  • Fortschritt und Zuständigkeit sind sichtbar wie bei jedem Standard-Framework.
  • Lücken werden zu Maßnahmenplänen mit Verantwortlichem und Frist.

Eigene Frameworks

Wofür sich ein eigenes Framework eignet

Überall dort, wo Anforderungen verbindlich sind, aber kein fertiges Modul in Sightadel existiert.

  • Konzernrichtlinien und Vorgaben der Muttergesellschaft
  • Sicherheitsanforderungen aus Kundenverträgen
  • Branchenstandards ohne eigenes Modul
  • Interne Prüfkataloge, etwa für ein jährliches Self-Assessment
  • Wiederkehrende Sicherheitsfragebögen einzelner Kunden
  • Anforderungen aus Lieferantenaudits beim Kunden
  • Vorgaben aus Ausschreibungen und Rahmenverträgen

Eigene Frameworks

Wie viele eigene Frameworks möglich sind

Die Zahl hängt von Ihrer Edition ab.

  • Basic: ein eigenes Framework
  • Professional: drei eigene Frameworks
  • Enterprise: unbegrenzt

Eigene Frameworks

Wenn es schon ein Standard-Framework gibt

Bevor Sie ein eigenes Framework anlegen, lohnt der Blick in die Liste. Sightadel bringt ISO 27001, ISO 9001, ISO 42001, NIS2, DSGVO, BSI C5, DORA, NIST CSF 2.0, SOC 2 und HACCP mit. Ein eigenes Framework ist für alles gedacht, was darüber hinausgeht.

  • Standard-Frameworks zuerst prüfen
  • Eigenes Framework für alles Weitere
  • Beides lässt sich parallel führen
  • Vorhandene Anforderungslisten per Excel- oder Word-Import übernehmen
  • Nachweise einmal pflegen und in beiden Frameworks verknüpfen

Im Detail

Eigene Frameworks: was Sie wissen sollten.

Von der Anforderungsliste zum Framework

Am Anfang steht meist ein Dokument: eine Konzernrichtlinie, eine Sicherheitsanlage zum Kundenvertrag oder ein Fragebogen, den ein Kunde jedes Jahr schickt. Aus diesem Dokument wird ein eigenes Framework, indem Sie die einzelnen Anforderungen in Prüfpunkte übertragen.

Bewährt hat sich, eine Anforderung je Prüfpunkt zu erfassen. Enthält ein Absatz mehrere Pflichten, etwa zu Verschlüsselung, Protokollierung und Aufbewahrung, teilen Sie ihn auf. Nur so lässt sich später für jede Pflicht ein eigener Stand und ein eigener Nachweis zeigen. Übernehmen Sie die Nummerierung der Quelle als Kennung. Dann sprechen Sie und Ihr Kunde über dieselbe Anforderung.

Formulieren Sie jeden Prüfpunkt als prüfbare Frage. Aus der Pflicht, angemessene Sicherheit zu gewährleisten, wird zum Beispiel die Frage, ob Kundendaten bei der Übertragung verschlüsselt sind. Unklare Anforderungen klären Sie mit dem Kunden, bevor Sie sie beantworten.

Liegt die Anforderungsliste bereits als Tabelle vor, müssen Sie nicht abtippen. Sightadel unterstützt den Import aus Excel- und Word-Dateien. Prüfen Sie die übernommenen Punkte danach einzeln auf Aufteilung und Formulierung.

Vorhandene Arbeit wiederverwenden

Der größte Nutzen eines eigenen Frameworks entsteht durch Verknüpfung. Viele Kundenanforderungen verlangen Dinge, die Sie für ISO 27001, NIS2 oder die DSGVO bereits umsetzen: Zugriffskontrolle, Datensicherung, Schulung, Umgang mit Vorfällen, Auftragsverarbeitung. Die Belege dafür liegen schon im Nachweis-Archiv.

Gehen Sie das eigene Framework deshalb zuerst mit Blick auf Vorhandenes durch. Wo eine Anforderung durch einen Nachweis belegt ist, verknüpfen Sie ihn. Der Nachweis wird an einer Stelle gepflegt, und läuft er ab, sehen Sie es in allen Frameworks zugleich.

Prüfen Sie dabei genau, ob der Nachweis die Kundenanforderung wirklich erfüllt. Kunden formulieren oft strenger oder konkreter als eine Norm. Verlangt ein Vertrag etwa eine bestimmte Frist, in der Sie den Kunden über Vorfälle informieren, reicht ein allgemeiner Prozess zur Behandlung von Vorfällen nicht aus. Dann ergänzen Sie Prozess und Nachweis.

Was danach offen bleibt, sind die echten Lücken. Sie beantworten sie im Assessment ehrlich und legen Maßnahmenpläne an. So entsteht ein klares Bild, was Sie für diesen Kunden zusätzlich tun müssen.

Eigene Frameworks gegenüber Kunden und Prüfern

Ein eigenes Framework ist keine Norm, nach der zertifiziert wird. Es ist ein Arbeitsinstrument, mit dem Sie gegenüber Kunden, der Konzernmutter oder der eigenen Leitung zeigen, wie weit Sie bestimmte Anforderungen erfüllen.

Fragt ein Kunde nach, zeigen Sie für jede seiner Anforderungen den Stand, die Antwort und den Beleg. Für ein Lieferantenaudit beim Kunden ist das eine gute Vorbereitung, weil die Struktur seiner eigenen Liste folgt. Belege, die Sie weitergeben möchten, prüfen Sie vorher auf vertrauliche Inhalte.

Auch im Zertifizierungsaudit kann ein eigenes Framework eine Rolle spielen. ISO 27001 verlangt etwa, die Anforderungen interessierter Parteien zu berücksichtigen, und dazu gehören vertragliche Vorgaben von Kunden. Mit der Rolle „Auditor extern“ sieht und kommentiert der Auditor die Inhalte, auch eigene Frameworks.

Für interne Prüfkataloge, etwa ein jährliches Self-Assessment der Standorte, gilt dasselbe. Sie legen das Assessment mit verantwortlicher Person und Fälligkeitsdatum an, die Beteiligten beantworten die Prüfpunkte, und der Fortschritt ist an einer Stelle sichtbar.

Typische Fehler beim Aufbau

Der häufigste Fehler ist ein eigenes Framework für etwas, das es schon gibt. Prüfen Sie vor dem Anlegen die Liste der Standard-Frameworks. Sightadel bringt ISO 27001, ISO 9001, ISO 42001, NIS2, DSGVO, BSI C5, DORA, NIST CSF 2.0, SOC 2, HACCP, § 390 SGB V und den EU AI Act mit.

Ein zweiter Fehler ist eine zu grobe Gliederung. Ein Prüfpunkt, der fünf Pflichten bündelt, lässt sich nur als Ganzes beantworten. Ein Teil ist erfüllt, ein Teil nicht, und die Antwort wird unscharf. Teilen Sie lieber auf.

Drittens fehlt oft die Pflege. Kundenanforderungen ändern sich mit jedem neuen Vertrag, Konzernvorgaben mit jeder neuen Fassung. Legen Sie fest, wer das Framework aktuell hält, und halten Sie fest, auf welcher Fassung der Quelle es beruht.

Viertens ist nicht für jeden Kunden ein eigenes Framework sinnvoll. Ähneln sich die Anforderungen mehrerer Kunden stark, kann ein gemeinsames Framework mit den jeweils strengsten Anforderungen übersichtlicher sein. Die Zahl der eigenen Frameworks hängt zudem von Ihrer Edition ab.

Fragen und Antworten

Fragen zu eigenen Frameworks

Mehr im FAQ oder direkt über unser Kontaktformular.

Wie viele eigene Frameworks kann ich anlegen?

In der Edition Basic eines, in Professional drei und in Enterprise unbegrenzt viele.

Kann ich Nachweise aus ISO 27001 für ein eigenes Framework nutzen?

Ja. Ein Nachweis lässt sich mit Prüfpunkten mehrerer Frameworks verknüpfen, auch mit eigenen. Sie pflegen ihn nur an einer Stelle.

Sieht ein Auditor auch die eigenen Frameworks?

Ja, der externe Auditor sieht alles im Prüfumfang. Ein eigenes Framework ist aber keine Norm, nach der zertifiziert wird. Es dient Ihnen und Ihren Kunden als Nachweis.

Hilft mir jemand beim Aufbau?

Wenn Sie Unterstützung brauchen, stehen echte Berater zur Verfügung. Sie helfen, Anforderungen sauber zu formulieren und mit vorhandenen Kontrollen zu verknüpfen.

Kann ich eine Anforderungsliste aus Excel importieren?

Ja. Sightadel unterstützt den Import aus Excel- und Word-Dateien. Prüfen Sie danach, ob jede Anforderung als eigener Prüfpunkt erfasst ist.

Lassen sich Kundenfragebögen als eigenes Framework abbilden?

Ja, besonders wenn der Fragebogen regelmäßig wiederkommt. Sie übertragen die Fragen in Prüfpunkte und verknüpfen vorhandene Nachweise. Im nächsten Jahr aktualisieren Sie nur, was sich geändert hat.

Was passiert, wenn sich die Kundenanforderungen ändern?

Sie passen die Prüfpunkte an die neue Fassung an. Bereits verknüpfte Nachweise bleiben erhalten. Halten Sie fest, auf welcher Fassung der Quelle das Framework beruht, damit der Stand nachvollziehbar bleibt.

Brauche ich ein eigenes Framework, wenn die Kundenanforderungen in ISO 27001 aufgehen?

Nicht unbedingt. Decken sich die Anforderungen weitgehend mit der Norm, reicht es oft, die betroffenen Kontrollen sauber zu belegen. Ein eigenes Framework lohnt sich, sobald der Kunde den Stand je Anforderung sehen will oder Anforderungen über die Norm hinausgehen.

Fangen Sie mit einer Norm an.

14 Tage, voller Zugriff, keine Zahlungsdaten. Was Sie anlegen, bleibt im bezahlten Plan erhalten.