Sightadel

Glossar

Compliance-Begriffe,
kurz erklärt.

93 Begriffe aus Informationssicherheit, Datenschutz, Qualitätsmanagement und Regulierung – in eigenen Worten, ohne Normtext. Wo es passt, führt ein Link zum Framework oder zur Funktion in Sightadel.

A

Akkreditierung

Formelle Bestätigung, dass eine Zertifizierungs- oder Prüfstelle fachlich kompetent und unabhängig arbeitet. Erst die Akkreditierung macht ein Zertifikat international anerkannt.

Unabhängige Auditoren →
Aktionsplan

Liste konkreter Maßnahmen mit Verantwortlichen und Fristen, mit der eine Lücke, ein Risiko oder eine Abweichung geschlossen wird.

Aktionspläne →
AktivitätsprotokollAudit Trail

Lückenlose Aufzeichnung, wer wann was im System geändert hat. Auditoren nutzen es, um nachzuvollziehen, ob Prozesse tatsächlich gelebt werden.

AnwendungsbereichGeltungsbereich, Scope

Festlegung, welche Standorte, Prozesse, Systeme und Organisationseinheiten ein Managementsystem umfasst. Ein zu enger Scope schwächt die Aussagekraft des Zertifikats.

AssessmentFragebogen

Strukturierte Abfrage, mit der der Umsetzungsstand von Anforderungen Kontrolle für Kontrolle erhoben wird. Ergebnis ist ein klares Bild, was erfüllt ist und was fehlt.

Geführte Assessments →
AssetInformationswert

Alles, was für die Organisation Wert hat und geschützt werden muss: Informationen, Systeme, Anwendungen, Räume, aber auch Wissen von Personen. Das Asset-Inventar ist Grundlage jeder Risikobeurteilung.

Audit

Systematische, unabhängige Prüfung, ob Anforderungen erfüllt sind. Man unterscheidet interne Audits, Lieferantenaudits und Zertifizierungsaudits durch eine externe Stelle.

Auditoren →
AuditbereitschaftAudit Readiness

Zustand, in dem alle Anforderungen umgesetzt, Nachweise aktuell und internes Audit sowie Managementbewertung abgeschlossen sind. Dann kann das externe Audit ohne Überraschungen beginnen.

Auditor-Rolle

Zugang für externe Prüfer, der alles Prüfrelevante zeigt, aber keine Änderungen erlaubt. So bleibt die Prüfung unabhängig und nachvollziehbar.

Auditoren →
AuftragsverarbeitungAVV, Auftragsverarbeitungsvertrag

Verarbeitet ein Dienstleister personenbezogene Daten im Auftrag eines Unternehmens, verlangt Art. 28 DSGVO einen Vertrag mit festgelegten Pflichten. Er regelt unter anderem Weisungen, Unterauftragnehmer und technische Schutzmaßnahmen.

DSGVO →
Authentisierung, MehrfaktorMFA, 2FA

Anmeldung mit mindestens zwei unabhängigen Faktoren, etwa Passwort und Einmalcode. NIS2 nennt sie ausdrücklich als Maßnahme, viele Kontrollkataloge setzen sie für Administratoren voraus.

B

Basiskriterien

Pflichtteil des BSI-C5-Katalogs, den jeder Cloud-Anbieter mit C5-Testat erfüllen muss. Ergänzt werden sie durch Zusatzkriterien für höheren Schutzbedarf.

BSI C5 →
Berechtigungskonzept

Dokumentierte Regeln, wer auf welche Systeme und Daten in welchem Umfang zugreifen darf, einschließlich Vergabe, Prüfung und Entzug von Rechten. Prüfer verlangen fast immer einen Nachweis der regelmäßigen Rezertifizierung.

BSIGBSI-Gesetz

Deutsches Gesetz über das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik. Mit der Umsetzung von NIS2 regelt es, welche Einrichtungen welche Sicherheits-, Melde- und Registrierungspflichten haben.

NIS2 →
Business Continuity ManagementBCM

Planung, wie kritische Geschäftsprozesse bei Ausfällen weiterlaufen oder schnell wiederhergestellt werden. Dazu gehören Notfallpläne, Wiederanlaufzeiten und regelmäßige Übungen.

C

C5-KriterienCloud Computing Compliance Criteria Catalogue

Kriterienkatalog des BSI für sichere Cloud-Dienste. Ein Wirtschaftsprüfer prüft die Umsetzung und erteilt ein Testat vom Typ 1 (Angemessenheit) oder Typ 2 (Wirksamkeit über einen Zeitraum).

BSI C5 →
CCPKritischer Kontrollpunkt, Critical Control Point

Prozessschritt im HACCP-Konzept, an dem eine Gefahr für die Lebensmittelsicherheit wirksam beherrscht werden muss, etwa beim Erhitzen oder Kühlen. Für jeden CCP gibt es Grenzwerte, Überwachung und Korrekturmaßnahmen.

HACCP →

D

DAkkSDeutsche Akkreditierungsstelle

Nationale Akkreditierungsstelle in Deutschland. Sie akkreditiert unter anderem Zertifizierungsstellen für ISO 27001 und ISO 9001.

Auditoren →
Datenschutz-FolgenabschätzungDSFA, DPIA

Vorab-Bewertung einer Verarbeitung, die voraussichtlich ein hohes Risiko für Betroffene mit sich bringt. Sie beschreibt Zweck, Notwendigkeit, Risiken und Gegenmaßnahmen.

DSGVO →
DatenschutzbeauftragterDSB

Person, die ein Unternehmen in Datenschutzfragen berät und die Einhaltung der DSGVO überwacht. Sie kann intern benannt oder extern beauftragt werden.

DatensicherungBackup

Regelmäßige Kopie von Daten und Systemen, um sie nach Verlust wiederherstellen zu können. Prüfer achten vor allem auf getestete Wiederherstellung, nicht nur auf das Sichern.

DORADigital Operational Resilience Act

EU-Verordnung zur digitalen operationalen Resilienz im Finanzsektor, anwendbar seit Januar 2025. Sie regelt IKT-Risikomanagement, Vorfallmeldungen, Resilienztests und den Umgang mit IKT-Drittanbietern.

DORA →
DORA-InformationsregisterRegister of Information

Verzeichnis aller vertraglichen Vereinbarungen eines Finanzunternehmens mit IKT-Drittanbietern. Es wird in einem vorgegebenen Format geführt und an die Aufsicht übermittelt.

DORA →
DSGVODatenschutz-Grundverordnung, GDPR

EU-Verordnung zum Schutz personenbezogener Daten. Sie verlangt unter anderem Rechtsgrundlagen, Transparenz, Betroffenenrechte, technische und organisatorische Maßnahmen und Rechenschaft.

DSGVO →

E

Eigenes Framework

Selbst definierter Anforderungskatalog, etwa Konzernrichtlinien oder Kundenanforderungen, der wie eine Norm mit Kontrollen, Nachweisen und Assessments geführt wird.

Eigene Frameworks →
Erklärung zur AnwendbarkeitSoA, Statement of Applicability

Zentrales Dokument eines ISMS nach ISO 27001. Es listet alle Maßnahmen aus Anhang A, begründet ihre Auswahl oder ihren Ausschluss und nennt den Umsetzungsstand.

ISO 27001 →
EU AI ActKI-Verordnung

EU-Verordnung über künstliche Intelligenz. Sie ordnet KI-Systeme nach Risiko ein und knüpft daran gestufte Pflichten für Anbieter und Betreiber.

EU AI Act →

F

FeststellungFinding

Ergebnis eines Audits zu einer Anforderung: Konformität, Nichtkonformität, Beobachtung oder Verbesserungspotenzial. Feststellungen werden im Auditbericht dokumentiert.

FrameworkRegelwerk

Sammelbegriff für Normen, Gesetze und Kriterienkataloge, an denen sich ein Unternehmen ausrichtet, etwa ISO 27001, NIS2 oder SOC 2.

Alle Frameworks →

G

Gap-AnalyseLückenanalyse

Abgleich des Ist-Zustands mit den Anforderungen eines Frameworks. Sie zeigt, wo nachgebessert werden muss, und ist meist der erste Schritt eines Projekts.

Geführte Assessments →
GRCGovernance, Risk and Compliance

Zusammenspiel von Unternehmenssteuerung (Governance), Risikomanagement (Risk) und Einhaltung von Gesetzen, Normen und eigenen Vorgaben (Compliance). GRC-Software, oft auch GRC-Tool genannt, bündelt diese Aufgaben an einem Ort: Anforderungen, Risiken, Maßnahmen, Nachweise und Audits. Sightadel ist eine GRC-Plattform für ISO 27001, ISO 9001, NIS2, DORA und weitere Frameworks.

GRC-Plattform Sightadel →

H

HACCPHazard Analysis and Critical Control Points

Konzept zur Gefahrenanalyse in der Lebensmittelherstellung und -verarbeitung. Lebensmittelunternehmen in der EU müssen danach arbeiten.

HACCP →
Hochrisiko-KI

KI-Systeme, die der EU AI Act wegen möglicher Auswirkungen auf Gesundheit, Sicherheit oder Grundrechte besonders streng regelt, etwa in Personalauswahl, Kreditvergabe oder kritischer Infrastruktur. Für sie gelten Risikomanagement, Datenqualität, Dokumentation und menschliche Aufsicht.

EU AI Act →

I

IAFInternational Accreditation Forum

Internationaler Zusammenschluss der Akkreditierungsstellen. Über seine gegenseitige Anerkennung gelten Zertifikate akkreditierter Stellen auch in anderen Mitgliedsstaaten.

IKT-Drittanbieter

Unter DORA jeder Dienstleister, der einem Finanzunternehmen digitale oder Datendienste erbringt, etwa Cloud, Software oder Rechenzentrum. Für sie gelten besondere Anforderungen an Verträge, Überwachung und Ausstiegsstrategien.

DORA →
IKT-Risikomanagement

Rahmen aus Strategien, Richtlinien und Werkzeugen, mit dem ein Finanzunternehmen Risiken aus Informations- und Kommunikationstechnik erkennt, schützt, überwacht und behebt. Kernkapitel von DORA.

DORA →
InformationssicherheitsbeauftragterISB, CISO

Verantwortliche Person für Aufbau, Betrieb und Weiterentwicklung des ISMS. Sie berichtet an die Leitung und koordiniert Risiken, Maßnahmen und Vorfälle.

Internes Audit

Selbstprüfung des Managementsystems durch unabhängige Personen aus dem Unternehmen oder beauftragte Externe. Für ISO-Zertifizierungen ist mindestens ein internes Audit pro Zyklus Pflicht.

ISAE 3000

Internationaler Prüfungsstandard für Prüfungen, die keine Finanzinformationen betreffen. Auf ihm beruhen etwa C5-Testate und Prüfungen interner Kontrollen bei Dienstleistern.

BSI C5 →
ISMSInformationssicherheits-Managementsystem

Gesamtheit aus Regeln, Prozessen, Rollen und Maßnahmen, mit denen ein Unternehmen Informationssicherheit plant, umsetzt, überwacht und verbessert. ISO 27001 legt die Anforderungen fest.

ISO 27001 →
ISO 9001

Internationale Norm für Qualitätsmanagementsysteme. Sie verlangt kundenorientierte, gesteuerte Prozesse und kontinuierliche Verbesserung.

ISO 9001 →
ISO/IEC 17021

Norm mit Anforderungen an Stellen, die Managementsysteme auditieren und zertifizieren. Sie verbietet unter anderem, dass eine Zertifizierungsstelle dieselbe Organisation berät.

Auditoren →
ISO/IEC 27001

Internationale Norm für Informationssicherheits-Managementsysteme. Sie ist zertifizierbar und gilt in Europa als wichtigster Nachweis für Informationssicherheit.

ISO 27001 →
ISO/IEC 42001

Internationale Norm für Managementsysteme rund um künstliche Intelligenz. Sie hilft, KI verantwortungsvoll zu entwickeln und einzusetzen, und ist zertifizierbar.

ISO 42001 →

K

Kontinuierliche VerbesserungPDCA

Grundprinzip aller Managementsystemnormen: planen, umsetzen, prüfen, verbessern. Ein Managementsystem gilt nie als fertig.

KontrolleControl, Maßnahme

Einzelne Anforderung oder Schutzmaßnahme aus einem Framework, etwa Zugriffskontrolle oder Datensicherung. Kontrollen werden bewertet, umgesetzt und mit Nachweisen belegt.

Geführte Assessments →
Korrekturmaßnahme

Maßnahme, die die Ursache einer Nichtkonformität beseitigt, damit sie nicht wieder auftritt. Sie geht über die reine Behebung des Symptoms hinaus.

Aktionspläne →
KRITISKritische Infrastrukturen

Einrichtungen, deren Ausfall erhebliche Folgen für das Gemeinwesen hätte, etwa in Energie, Wasser, Gesundheit oder Finanzwesen. Für ihre Betreiber gelten in Deutschland erhöhte Sicherheits- und Nachweispflichten.

NIS2 →
KryptografieVerschlüsselung

Einsatz von Verschlüsselung und Signaturen zum Schutz von Daten in Übertragung und Speicherung. Frameworks verlangen ein Konzept für Verfahren und Schlüsselverwaltung.

L

Lebensmittelsicherheitskultur

Gemeinsame Haltung und Verhaltensweisen im Betrieb, die Lebensmittelsicherheit im Alltag tragen. EU-Lebensmittelhygienerecht verlangt, dass Unternehmen sie fördern und nachweisen.

HACCP →
Leitungsverantwortung

Unter NIS2 und DORA haftet die Geschäftsleitung dafür, dass Risikomaßnahmen umgesetzt und überwacht werden. Sie muss sich dazu regelmäßig schulen lassen.

NIS2 →
LieferantenrisikoThird-Party Risk

Risiko, das aus Dienstleistern und Zulieferern entsteht, etwa durch Ausfall oder Datenabfluss. Es wird über Bewertungen, Fragebögen und Verträge gesteuert.

Lieferanten →

M

ManagementbewertungManagement Review

Regelmäßige Bewertung des Managementsystems durch die oberste Leitung anhand von Kennzahlen, Auditergebnissen und Risiken. Sie endet mit Entscheidungen zu Ressourcen und Verbesserungen.

Meldefristen NIS2

Erhebliche Sicherheitsvorfälle sind gestaffelt zu melden: eine Frühwarnung binnen 24 Stunden, eine Meldung mit Ersteinschätzung binnen 72 Stunden und ein Abschlussbericht spätestens einen Monat danach.

NIS2 →

N

NachweisEvidenz, Evidence

Beleg, dass eine Kontrolle umgesetzt ist, etwa ein Dokument, Screenshot, Protokoll oder Export. Gute Nachweise haben eine Version und ein Ablaufdatum.

Nachweis-Archiv →
NichtkonformitätAbweichung

Nicht erfüllte Anforderung. Im Zertifizierungsaudit unterscheidet man Haupt- und Nebenabweichungen; Hauptabweichungen müssen vor Erteilung des Zertifikats behoben sein.

NIS2

EU-Richtlinie für ein hohes gemeinsames Cybersicherheitsniveau. Sie erweitert den Kreis betroffener Unternehmen deutlich und verlangt Risikomaßnahmen, Meldungen und Leitungsverantwortung.

NIS2 →
NIST CSFCybersecurity Framework

Rahmenwerk des US-amerikanischen National Institute of Standards and Technology. In Version 2.0 gliedert es Cybersicherheit in sechs Funktionen: Govern, Identify, Protect, Detect, Respond und Recover.

NIST CSF →
Notfallmanagement

Vorbereitung auf und Reaktion bei schweren Störungen, mit Alarmierung, Krisenstab und Wiederanlaufplänen. Teil des Business Continuity Managements.

P

Paragraf 390 SGB V§ 390 SGB V, § 75b

Regelung zur IT-Sicherheit in der vertragsärztlichen und vertragszahnärztlichen Versorgung, früher § 75b. Eine Richtlinie legt fest, welche Anforderungen Praxen je nach Größe erfüllen müssen.

§ 390 SGB V →
PenetrationstestPentest

Gezielter, autorisierter Angriffsversuch auf Systeme, um Schwachstellen zu finden. Viele Frameworks erwarten regelmäßige Tests und die Behebung der Ergebnisse.

Q

QualitätsmanagementsystemQMS

Managementsystem, das Prozesse auf gleichbleibende Qualität und Kundenzufriedenheit ausrichtet. Die bekannteste Grundlage ist ISO 9001.

ISO 9001 →

R

Rezertifizierungsaudit

Audit zum Ende der dreijährigen Gültigkeit eines Zertifikats. Es prüft das gesamte Managementsystem erneut und startet einen neuen Zyklus.

RichtliniePolicy

Verbindliche interne Vorgabe, etwa zur Passwortnutzung oder Datensicherung. Richtlinien werden von der Leitung freigegeben, bekanntgemacht und regelmäßig überprüft.

Risikoakzeptanz

Bewusste Entscheidung der Verantwortlichen, ein Restrisiko zu tragen. Sie muss dokumentiert und begründet sein.

Risikobehandlung

Entscheidung, wie mit einem bewerteten Risiko umgegangen wird: vermeiden, mindern, übertragen oder akzeptieren. Daraus folgt der Risikobehandlungsplan mit Maßnahmen.

RisikobeurteilungRisikoanalyse

Identifikation, Analyse und Bewertung von Risiken nach Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung. Sie bestimmt, welche Maßnahmen nötig sind.

Risikoklassen AI Act

Der EU AI Act unterscheidet verbotene Praktiken, Hochrisiko-Systeme, Systeme mit Transparenzpflichten und Systeme mit minimalem Risiko. Je höher die Klasse, desto strenger die Pflichten.

EU AI Act →

S

Schutzbedarf

Einschätzung, wie hoch Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit einer Information oder eines Systems zu schützen sind. Daraus leiten sich angemessene Maßnahmen ab.

Schwachstellenmanagement

Laufender Prozess, Schwachstellen in Systemen zu erkennen, zu bewerten und fristgerecht zu beheben. Ein Kernthema von NIS2, DORA und ISO 27001.

Security Score

Kennzahl, die den Umsetzungsstand der Kontrollen über alle Frameworks zusammenfasst. Sie zeigt auf einen Blick, wo ein Unternehmen steht und wohin es sich entwickelt.

Security Score →
SensibilisierungAwareness, Schulung

Schulungen und Maßnahmen, die Beschäftigten Sicherheitsrisiken bewusst machen. Fast jedes Framework verlangt sie regelmäßig und nachweisbar.

SicherheitsvorfallIncident

Ereignis, das Vertraulichkeit, Integrität oder Verfügbarkeit von Informationen beeinträchtigt oder beeinträchtigen könnte. Vorfälle werden erfasst, bewertet, behandelt und ausgewertet.

SOC 2

Prüfbericht nach US-Standard über die Kontrollen eines Dienstleisters, erstellt von einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Typ I betrachtet einen Stichtag, Typ II einen Zeitraum.

SOC 2 →
Stufe-1-Audit

Erster Teil des Zertifizierungsaudits. Der Auditor prüft Dokumentation, Anwendungsbereich und Bereitschaft, bevor die eigentliche Umsetzung geprüft wird.

Ablauf eines Audits →
Stufe-2-Audit

Zweiter Teil des Zertifizierungsaudits. Der Auditor prüft vor Ort oder remote, ob das Managementsystem im Alltag wirksam umgesetzt ist.

Ablauf eines Audits →

T

Testat

Prüfungsurteil eines Wirtschaftsprüfers über ein geprüftes System, etwa nach BSI C5. Anders als ein Zertifikat wird es nicht von einer Zertifizierungsstelle erteilt.

BSI C5 →
TISAX

Prüf- und Austauschverfahren für Informationssicherheit in der Automobilindustrie. Grundlage ist ein branchenspezifischer Fragenkatalog.

TLPTThreat-Led Penetration Testing

Bedrohungsorientierter Penetrationstest unter DORA, der reale Angreifer nachahmt und Produktivsysteme einbezieht. Ausgewählte Finanzunternehmen müssen ihn regelmäßig durchführen.

DORA →
TOMsTechnische und organisatorische Maßnahmen

Schutzmaßnahmen nach DSGVO, etwa Verschlüsselung, Zugriffskontrolle oder Schulungen. Sie müssen dem Risiko angemessen sein und werden meist in einer Übersicht dokumentiert.

DSGVO →
Trust Center

Öffentliche oder geschützte Seite, auf der ein Unternehmen Kunden seine Sicherheits- und Compliance-Nachweise zeigt. Das beantwortet viele Fragebögen, bevor sie gestellt werden.

Trust Center →
Trust Services CriteriaTSC

Kriterien, nach denen SOC-2-Berichte erstellt werden: Sicherheit, Verfügbarkeit, Verarbeitungsintegrität, Vertraulichkeit und Datenschutz. Sicherheit ist immer Pflicht, die übrigen werden gewählt.

SOC 2 →

U

Überwachungsaudit

Jährliches Audit zwischen Erst- und Rezertifizierung. Es prüft Teile des Managementsystems und ob es weiter wirksam ist.

Auditoren →

V

VerarbeitungsverzeichnisVVT, Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten

Übersicht aller Verarbeitungen personenbezogener Daten mit Zweck, Kategorien, Empfängern, Fristen und Schutzmaßnahmen. Die DSGVO verlangt es von fast allen Unternehmen.

DSGVO →
Verfügbarkeit, Integrität, VertraulichkeitCIA, Schutzziele

Die drei klassischen Schutzziele der Informationssicherheit. Jede Maßnahme dient mindestens einem davon.

Verletzung des Schutzes personenbezogener DatenDatenpanne

Vorfall, bei dem personenbezogene Daten verloren gehen, offengelegt oder verändert werden. Meist ist er binnen 72 Stunden der Aufsichtsbehörde zu melden.

DSGVO →
Vorbeugungsmaßnahme

Maßnahme, die eine mögliche Abweichung verhindert, bevor sie auftritt. In aktuellen ISO-Normen ist der Gedanke im risikobasierten Denken aufgegangen.

VorlageTemplate

Vorbereiteter Entwurf für Richtlinien, Prozesse oder Antworten, der an das eigene Unternehmen angepasst wird. Sinnvoll ist eine Vorlage nur, wenn sie wirklich angepasst und nicht einfach übernommen wird.

Vorlagen →

W

Wirksamkeitsprüfung

Nachweis, dass eine Maßnahme nicht nur existiert, sondern ihr Ziel erreicht, etwa durch Kennzahlen, Stichproben oder Tests.

Z

Zertifikat

Bescheinigung einer akkreditierten Zertifizierungsstelle, dass ein Managementsystem die Anforderungen einer Norm erfüllt. Es gilt in der Regel drei Jahre, mit jährlichen Überwachungsaudits.

Zertifizierungsstelle

Akkreditierte Organisation, die Managementsysteme auditiert und Zertifikate erteilt. Sie muss unabhängig von Beratung bleiben.

Auditoren →
ZugriffskontrolleAccess Control

Regeln und technische Mittel, die sicherstellen, dass nur Berechtigte auf Systeme und Daten zugreifen. Eine der am häufigsten geprüften Kontrollen.

Zusatzkriterien

Optionaler Teil des BSI-C5-Katalogs für Kunden mit erhöhtem Schutzbedarf. Sie werden zusätzlich zu den Basiskriterien geprüft.

BSI C5 →

Die Erklärungen sind vereinfacht und ersetzen keine Rechtsberatung. Maßgeblich sind die Regelwerke in der jeweils geltenden Fassung.

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